- Inszenierung:
- Florian Münzer
- Musikalische Leitung:
- Stefan Blum
- Figuren:
- Siegfried Böhmke
- Es treten auf:
-
Der fremde Gagler:
- Alexander Duda
- und 15 "Astutulis"
- Rechte bei:
- Schott Musik International
Astutuli von Carl Orff
Astutuli – das sind, vom lateinischen "astutus" (listig, verschlagen) abgeleitet: die Witzigen, die Übergescheiten, die Schlaumeier. Wie sagt doch der Gagler: "Wer dumm ist, dumm ist mit Vergunst, sieht nichts, bleibt blind, stockblind, sternhagelblind – so blind, wie alle Dummen sind". Niemand will dumm sein, also folgen sie alle, vom Bürgermeister Zagelstecher bis zum Nachtwächter Hirnstäßl, blindlings der Verlockung des fremden Gaglers. Der Gagler beschwört zuerst die Gestalt des "Onuphri". Auf den Riesen folgt der "Goggolori", ein einheimischer Kobold der bairischen Volkssage.
Dann zieht der Gagler alle Register. Seine Worte zaubern die Imagination des Schlaraffenlandes vor die gierigen Augen der Zuschauer. Dem kokanischen Land folgt als vorläufiger Gipfel des Truges das kokanische G'wand. Alle wollen es anlegen und ziehen dazu nach dem Vortritt ihres Bürgermeisters die Kleider aus. Diese werden mit allem anderen eine Beute des unbemerkt verschwundenen Gaglers.
Doch kaum sind die Geprellten, durch die Sterzer aufgeklärt, ihres Verlustes innegeworden, da verfallen sie erneut der Illusion des Goldmachers, in dessen Maske der Verführer nun auftritt. Im magisch-dämonischen Schlusstanz steigern sie sich jauchzend, von der eigenen Sinneslust berauscht, in eine neue Verzückung hinein…
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